Story Und wieder haben wir sie: Die Inhaltsangabe ohne wirklichen Bezug zum Inhalt. Was im Klappentext steht, passiert in den ersten 8 Minuten und hat ansonsten gar nichts mehr mit der eigentlichen Handlung zu tun. Eigentliche Handlung? Also, ich habe mich oft gefragt, wann eigentlich der Punkt war, an dem Stefan Wolf TKKG in den „Superhelden“-Status erhoben hat. Dieser Punkt wird zweifelsohne hier erreicht. Mal eben im Vorbeigehen werden x Verbrechen geklärt und über allem steht Tim als der schillernde Held, den selbst eine vorgehaltene Waffe nicht einschüchtert. Nein, denn der Gute Tim mutiert hier sogar zum Messer- bzw. Dolchwerfer! Ist aber eigentlich auch okay, denn er kämpft ja gegen so viel Böses auf einmal: Falschgeld, Dying Game, Ultimate Fighting, „Halbys“ (Welch eine bescheuerte Idee. Bei dem Namen kriegt man richtig Angst!) und Terror. Teile der Story kommen als schlechte Fight Club-Kopie daher. Alles natürlich absolut sinnfrei und so nah an der Realität wie die Erde an der Sonne. Absolutes Highlight der Folge ist Tims Spruch: „Selbstjustiz ist bei uns nicht drin.“ Und das sagt der, der in dieser Folge Dolche wirft, prügelt, andere mit Waffen in Schacht hält und außerdem indirekt sagt, dass man Verbrechern gegenüber keine „Milde“ zeigen darf. Sprecher Da hat man sie wieder die neue Rollenverteilung. Sascha Draeger übernimmt als Tim den Mammutanteil und erledigt den Großteil der Folge im Alleingang. Veronika Neugebauers Kommentare beschränken sich größtenteils auf „Oh Gott“, „Schrecklich“ und ähnliche sinnvolle Einwürfe. Die anderen beiden sind da … und reden hier und da mal. Dumme Sprüche oder Belehrungen ohne wirkliche Relevanz für die Geschichte. Sehr schade. Auch der Rest der vertretenen Sprecher macht keine besonders gute Figur. Der kurze Auftritt von Hildegard Krekel fällt kaum ins Gewicht und lediglich Andreas von der Meden bringt etwas Licht in die Angelegenheit. Dagegen stinken die Sprecher der bitterbösen Halbys, speziell der von „Pickel“ (wieder eine geniale Idee von Herrn Wolf) ziemlich ab. Die gebotene Leistung kann man bestenfalls als durchschnitt bezeichnen. Musik und Effekte Hier gilt dasselbe wir bei Folge 103: Beide Faktoren sind so ziemlich das Einzige, was an dieser Produktion überzeugen kann. Größtenteils düstere Musikuntermalung, eigentlich passend, wenn die Story nicht so dämlich wäre. Fazit Flop! Zwar haut Herr Wolf hier nicht so schlimm auf die Kacke, wie bei dem direkten Vorgänger, doch das ändert auch nichts daran, dass die gebotene Story einfach lächerlich ist. Die nur durchschnittlichen Sprecherleistungen tun ihr Übriges. Da retten auch gelungene Effekte und Musiken nichts mehr. Auch hier gilt: Finger weg! |