Folge 103: Mörderischer Stammbaum

Folge 103: Mörderischer Stammbaum
Medium:
Label:
Erscheinungstermin:
EAN:
MC / CD
EUROPA
11. August 1997
743214773642 (MC) / 743214773628 (CD)
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30%

Insgesamt sind 3 Rezensionen des TKKG-Site.de - Teams verfügbar. Die Durchschnittsbewertung beträgt 30%.

Rezensionenübersicht

Rundumschlag an Pseudomoral

Eine Rezension von Marcus

Story
Dramatisch? Was hier als dramatisch bezeichnet wird, ist in etwa so interessant wie ein Furz im Sturm. TKKG klären innerhalb von knapp 24 Stunden mal wieder x Verbrechen auf einen Schlag auf. Die Art und Weise, wie alles in Verbindung steht, ist TKKG-like. Sprich: Alles basiert auf Zufällen. Das alleine ist noch kein Grund sich über diese Folge aufzuregen, denn unrealistische Geschichten mit jeder Menge Querverbindung ist man mittlerweile gewohnt. Das Problem liegt ganz wo anders: Wer die ersten 10 Minuten übersteht, der bekommt einen Rundumschlag an Pseudomoral. Prügel-Tim ist unterwegs und verdrischt innerhalb der 10 Minuten gleich zwei Leute, droht ihnen Prügel an und handelt eh nach dem Motto: Erst hauen dann fragen. Selten wurde das TKKG-Sterotypbild in wenigen Minuten so krass dargelegt. TKKG sind die Guten, handeln für das Gute und dann heiligt der Zweck einfach die Mittel: Man darf Prügeln, Drohen und wie wir im weiteren Verlauf auch erfahren sogar erpressen! Ja, in der Tat. Erpressung, weil es um den Tierschutz geht und TKKG verziehen keine Miene dabei und decken die Täterin sogar. Grauenhaft, schier unerträglich. Tierschutz geht über alles. Was jüngeren Hörer hier an Botschaften zugetragen wird (Beispiel: Politiker sind alle geldgeil und korrupt) geht auf keine Kuhhaut. Tiermord und Rüstungsindustrie und indirekt auch das Dritte Reich auf eine Stufe zu stellen ist schier wahnwitzig. Ich habe keine Ahnung, was Stefan Wolf dazu bewogen hat, diesen geistigen Dünnpfiff auf die unbedachte Hörerschaft loszulassen.

Sprecher
Die Sprecher sind eigentlich alle wirklich gut, jedenfalls die der Nebenrollen. Als Gaststar ist in kleiner Nebenrolle Tanja Schumann zu hören. Ansonsten gibt es auch noch unter anderem Lutz Schnell zu hören. Die Leistungen unserer vier „Helden“ sind doch etwas fragwürdig. Sascha Draeger schafft es Tim als einen der unsympathischsten Typen überhaupt rüberzubringen, was der Folge absolut angemessen ist. Veronika Neugebauer quietscht sich quasi nur durch diese Folge mit Sprüchen wie „Oh Gott!“ „Schrecklich!“ und natürlich „Mein Papiiii“. Manou Lubowski darf dumme Sprüche reißen und Niki Nowotny ab und an eine kleine Belehrungsrede halten. Insgesamt bleibt ein doch ehr durchschnittlicher Eindruck.

Musik und Effekte
Sehr gut. Beide Faktoren sind so ziemlich das Einzige, was an dieser Produktion überzeugen kann.

Fazit
Flop! Da kann man einfach nichts dran schönreden. Auch tolle Sounds und stellenweise wirklich gute Sprecher können dieses Hörspiel nicht auf ein erträgliches Niveau heben. Am besten sollte man nach den ersten 10 Minuten ausmachen, wenn man nicht schon während dieser entsetzt aufgegeben hat. Finger weg!

Score
5%
Verfasst am: 30.01.2005