Folge 099: Hilflos in eisiger Nacht
Medium:
Label:
Erscheinungstermin:
EAN:
MC / CD
EUROPA
7. Oktober 1996
743213956749 (MC) / 743213956725 (CD)
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Insgesamt sind 3 Rezensionen des TKKG-Site.de - Teams verfügbar. Die Durchschnittsbewertung beträgt 86%.
Rezensionenübersicht
Story Die Inhaltsangabe verwirrt zweifellos, da sie lediglich einen kurzen Ausschnitt der 70-minütigen Handlung wiedergibt. Im wesentlich geht es in dieser Folge um eine bitterböse Rache (über den Tod hinaus). Hinzu kommt eine geplante Sprengung mit Versicherungsbetrug. Zwei Handlungsstränge also, die auf gar nicht so unwahrscheinliche Art miteinander verbunden sind. Herr Wolf hat diesmal eine Story geschaffen, die auch etwas mehr Tiefgang verbuchen kann, als manch andere und die Idee mit dem entlastenden Brief erscheint für TKKG-Verhältnisse nahezu genial. (Mehr wird aber nicht verraten.) Was hierbei mal etwas anders ist, ist die Tatsache, dass man als Hörer diesmal nicht alles von Anfang weiß und auch Kommissar Zufall tritt in dieser Folge nicht als Protagonist an, obwohl er vorhanden ist. Insgesamt ist die Story überzeugend, was man von dem Gros der letzten Folgen kaum sagen konnte. Sprecher Die vier Hauptakteure überzeugen diesmal ohne Abstriche. Grade Sascha Draeger hat hier einige sehr amüsante Sätze vorzutragen, als er sich im Wortgefecht mit Selbig (Eberhardt Haar) befindet. Manou Lubowski und auch Niki Nowotny haben mal wieder etwas mehr Text und auch Veronika Neugebauer hat mehr zu sagen als „Ohh Tim“ oder „Mein Papiii“. Ansonsten findet man noch eine ganze Reihe klangvoller Namen in der Sprecherliste. Achim Schülke leiht „Elefantenohr“ Körner seine markante Stimme und kommt gewohnt fies rüber. Weitere Erwähnung sollten noch Michael von Rospatt und Wolf Rathjen finden. Rospatt kauft man den Reporter vom Schmierenblatt „Yellow Türk“ ohne Probleme ab und Rathjen verpasst dem Stadtstreicher Luhe einen herrlichen Berliner-Akzent. In einer kleinen Rolle ist auch Marianne Kehlau zu hören. Die Sprecher hinterlassen insgesamt einen sehr guten Eindruck. Musik und Effekte Wie schon die Folge zuvor spielt auch diese im Winter und EUROPA schaffen es ausgezeichnet eine entsprechende Atmosphäre zu schaffen. Die gewohnt unaufdringlichen Effekte in Verbindung mit der sehr passend eingesetzten Musik steigern das Hörvergnügen. Unpassendes Techno-Gewummer sucht man hier (Gott sei Dank) vergebens. Fazit Diese Folge ist einfach klasse. Die Geschichte wird spannend erzählt und von den Sprechern sehr gut vorgetragen. Unterstützt wird dies noch von der gelungenen Atmosphäre. Was der Folge noch einen Bonus beschert ist ein gewisser Spaßfaktor. Stichwort: Gossensprache. Lediglich etwas unglücklich ist die Kombination Titel, Coverbild und Klappentext da sich alle drei Elemente auf verschieden Teile der Story beziehen. Dass tut dem Hörgenuss dennoch keinen Abbruch. Ich muss schon lange überlegen, wann ich das letzte Mal von einem TKKG-Hörspiel in den Nummern jenseits der 60 so gut unterhalten wurde. Leider wird dies wohl das letzte Hörspiel von TKKG sein, welches völlig überzeugt quasi die letzte Folge die mal den Anspruch auf die Bezeichnung Klassiker haben kann … | 
100% |
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Verfasst am: 30.01.2005 |