Story Tim bringt Gaby in Gefahr? Was kann das wohl heißen? Klaro – die Gute wird mal wieder entführt. Aber das passiert ja erst am Ende dieser Folge. Vorher passiert – ja was eigentlich? Durch Zufall (ist doch klar) bekommen TKKG mit, dass sich die Triaden (quasi die chinesische Mafia) in Deutschland und natürlich speziell in ihrer Millionenstadt breitmachen wollen und das schmeckt den Vieren natürlich gar nicht. Allerdings tun sie auch nicht wirklich etwas dagegen. Sie fahren eigentlich nur ein bisschen durch die Gegend und kommen dadurch ganz unverhofft zu immer neuen Informationen. Wirklich spannend gestaltet sich das Geschehen nicht, da es eben keinen wirklich klaren Faden in den Handlungen von TKKG gibt. Überhaupt wirkt es auf mich ziemlich albern, dass sie die Vier mit der chinesischen Mafia anlegen und am Ende natürlich auch triumphieren. Das alles ist aber nur möglich, weil sich einfach alle vorkommenden Ganoven ziemlich blöde verhalten und sich versprechen, oder Ähnliches. Und wenn ich ganz ehrlich bin, will sich mir auch die Genialität von Tims Plan nicht so recht offenbaren und wie die ach so dumm dargestellten Gangster am Ende darauf kommen Gaby zu entführen. Ja, die Logik ist nicht grade der beste Freund dieser Geschichte, allerdings kann sie dafür mit einer ganzen Reihe witziger Dialoge (stellenweise allerdings auch ungewollt) glänzen. Völlig daneben ist das Vorliegende zwar nicht, aber man bewegt sich schon am unteren Ende der Kategorie „Durchschnittlich“ mit dieser Geschichte. Sprecher Ob es den Sprechern damals bewusst war, wie dumm die Geschichte stellenweise ist? Wie sonst ist zu erklären, dass sich einer der besten Sprecher der Riege EUROPAS hinter dem Pseudonym Bernd Heise versteckt? Das ist nämlich niemand Geringeres als Gottfried Kramer. Er spielt hier den Chinesen Lam und versucht sich an einem chinesischen Akzent, den er allerdings nicht konsequent durchzieht. So macht er aus den Rippen „Lippen“, kann aber in den Wörtern „Drache“ und „Triaden“ (mal als Beispiel) das „R“ völlig problemlos sprechen. Da hätte die Regie schon besser achtgeben müssen. Allerdings sind das auch die einzigen Patzer, die man hier zu verzeichnen hat, denn ansonsten zeigen sich die Sprecher als überaus stark. Zum letzten Mal lauschen wir in dieser Folge Ur-Erzähler Günther Dockerill und er verabschiedet sich in Würde, wäre nur schön, wenn man ihm eine bessere Geschichte spendiert hätte. Sieht man mal von der sehr seltsamen Aktion mit dem wechselnden chinesischen Akzent ab, so kann man hier eigentlich allen Sprechern ordentliche Leistungen attestieren. Musik und Effekte Hier hat man sich hörbare Mühe gegeben, um eine passende musikalische Kulisse zu schaffen, denn einige der verwendeten Musikstücke, erzeugen durchaus ein „China-Flair“. Diesen neuen Stücken stehen die üblichen Melodien der damaligen Ära gegenüber. Man hört also hier und da schon sehr deutlich, dass diese Folge vor beinahe 20 Jahren produziert wurde, denn die Musik klingt einfach nach den 80ern. Bei dieser Neuauflage auf CD musste zum Glück nichts ausgetauscht werden und so kommt die CD-Version absolut unverändert in den heimischen CD-Player. Muss man zu den Effekten eigentlich noch was schreiben? Ja, man muss, denn man kann eigentlich nicht oft genug erwähnen, dass man hier immer mit viel Liebe zum Detail zu Werke geht. Sicherlich gibt es immer mal wieder Produktionen, bei denen die Untermalung nicht ganz so gelungen ist, aber bei „Todesgruß vom Gelben Drachen“ haben wir eindeutig eine Folge mit gelungener Geräuschkulisse vorliegen. Fazit Sie beginnt schon schleichend sich breitzumachen: Die Zeit, in der die vier von TKKG keine wirklichen Ermittlungen mehr machen, sondern viel mehr von einen Zufall in den nächsten stolpern und dann am Ende ein Riesending aufdecken. Es muss ja nun (grade bei TKKG) nicht immer hundertprozentig realistisch zugehen, aber die Art und Weise, wie hier die Triaden dargestellt werden, ist schon verdammt albern und lässt Erinnerungen an das Geiseldrama aufkommen. Rein inhaltlich zeigt sich diese Folge also schon beinahe schwach. Zum Glück können die Sprecher und grade die technische Seite noch einiges bei dieser Folge retten. Trotz klarer Qualität bei Sprechern und Technik landet diese Folge dennoch im Mittelfeld, denn die Geschichte lockt einfach keinen Hund hinter dem Ofen hervor und diese Folge glänzt viel mehr durch witzige Sprüche als durch Spannung. Für Fans der Serie sicherlich schon ein Ohr wert, aber ebenso sicherlich kein Highlight der Serie. |