Folge 042: Anschlag auf den Silberpfeil

Folge 042: Anschlag auf den Silberpfeil
Medium:
Label:
Erscheinungstermin:
EAN:
MC / CD
EUROPA
1986 (MC) / 11. Juli 2005 (CD)
743219900043 (MC) / 743219900029 (CD)
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85%

Insgesamt sind 5 Rezensionen des TKKG-Site.de - Teams verfügbar. Die Durchschnittsbewertung beträgt 85%.

Rezensionenübersicht

Wer Fahrkarten unterschlägt, der zuckt auch das Messer

Eine Rezension von Sebastian

Der Klappentext ist vollkommen in Ordnung und verrät nicht allzu viel über die Folge. Das Wichtigste wird erwähnt, mehr auch nicht.

Der Anfang ist etwas extrem: Tim hebt einen Pappbecher auf, um ihn in den Abfalleimer zu werfen und lernt dabei eine Frau kennen, die ihr Ticket verloren hat. Daher sucht er mit der Frau den kompletten Bahnhof nach ihrem verlorenem Ticket ab, trägt ihr den Koffer in den Zug und entlarvt danach einen Verbrecher, der dieses Ticket unterschlagen hat. Das ganze vorbildliche Verhalten von Tim wird allerdings zunichte gemacht, wenn man hört, wie er mit der Fotografin Rawitzky redet. So was von arrogant! Zu diesem Zeitpunkt wusste er nämlich auch noch nicht, dass sie nicht ganz sauber ist. Ein bisschen mehr Benehmen und Anstand sollte man als 13-Jähriger dann doch haben, auch wenn man der beste Judokämpfer der Stadt ist. Nach den ganzen Strapazen zu Beginn baut die Spannung dann noch mal ab, bevor es in den Hauptteil mit den Höhepunkten übergeht. Dort überschlagen sie die Ereignisse teilweise und es geht etwas zu schnell, aber das macht die Folge keineswegs schlecht, nur etwas undurchsichtig. Die Orte und Personen wechseln schnell und man muss aufpassen, um noch mit zu kommen. Der Spruch von Karl: „Wer Fahrkarten unterschlägt, der zückt auch das Messer. “ Ist, um es vorsichtig auszudrücken, vollkommen bescheuert.

Zu den Sprechern: Für mich das absolute Highlight, dieser Folge. Alle sind herausragend. Besonders möchte ich Oliver Rohrbeck hervorheben, der eine fantastische Leistung abliefert. Ich kann es mir bildlich vorstellen, wie der Rocker hinter Bierdosen und Schnapsflaschen in einem Zugabteil sitzt. Auch Carolin van Bergen, Eric Vaessen, Friedrich Schoenfelder, Christian Stark und Pinkas Braun liefern hervorragende Leistungen ab und könnten ruhig öfter bei TKKG als Gastsprecher auftauchen.

Sound- und Musikeffekte sind wirklich gut, verblassen aber leider etwas hinter den wirklich guten Sprecherleistungen. Die Effekte sind gut gewählt und richtig platziert. Musikalisch ist auch alles vollkommen in Ordnung: nicht störend und gute Überleitungen.

Das Cover ist ein wenig am Thema vorbei. In beiden Szenen, wo Steine auf die Schienen gelegt werden, handelt es sich um einen Einzeltäter und nicht um zwei. Um Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich hier zu sagen, dass ich ausschließlich das Hörspiel kenne und das Buch nicht gelesen habe.

Fazit
Alles in allem ein Hörspiel, was man allein wegen der Sprecher gehört haben sollte.

Score
80%
Verfasst am: 10.06.2005