Story Aufregende Jagd? Wann? Wo? Jedenfalls nicht bei dieser Folge. Das Ganze ist nun wirklich nicht spannend gemacht. Die vier Freunde fahren einfach immer wieder woanders hin, um neue Information über die verschwundene Bibel und die darin enthaltene Schatzkarte zu bekommen. Es erinnert stellenweise an ein Adventure-Game. Gehe zu Ort a und sprich mit Person a. Dort bekommst du Infos über Ort b, wo du Person b triffst, die dich zu Ort und Person c führt. Nee, so macht das Hören keinen Spaß. Es kommt einfach keine Spannung dabei auf, und Action gibt es auch nicht die Bohne. Zwar gibt es einige nette Witze, aber das reißt die Story auch nicht weiter nach oben. Was besonders negativ auffällt, ist die fehlende Atmosphäre am Ende, als die vier Freunde vor einer Spukvilla campen. Hinterher betreten sie die Villa mitten in der Nacht und? Null Musikuntermalung! Da hat man schon bessere Atmosphäre gezaubert. Somit hat man die einzige ansatzweise spannende Stelle schlecht umgesetzt. Tims Kombinationsgabe ist auch mal wieder etwas seltsam. Insgesamt ist die Geschichte einfach nur langweilig. Sprecher Auch bei den Sprechern ist nicht alles im grünen Bereich. Karls ‘Einleitungsrede’ wirkt ziemlich geschwollen. So redet vielleicht Justus Jonas mit seinen Freunden, aber nicht Karl, der Computer. Ebenfalls negativ fallen einige Sprüche von Klößchen auf. Bei knapp 34 Minuten (!!) Spielzeit erscheint sein Gerede über Schoko-Früchte doch recht überflüssig und nicht wirklich witzig. Ingrid Resch klingt als Frau Gräbig irgendwie unmotiviert und nicht völlig überzeugend. Selbiges gilt auch mit leichten Abstichen für Claudia Schermutzki als Ute. Sehr gut hingegen kommt Pinkas Braun als Graf Schnuck („Ich glaube, sie nimmt Biiier für die Soße! ”). Das entschädigt schon etwas. Außerdem trifft man hier noch auf Andreas Fröhlich, der mal wieder ein Bösewicht ist. Allerdings findet man seinen Namen nicht im Inlay, was schon seltsam ist, da er durchaus überzeugend ist. Musik und Effekte Die Musikuntermalung ist eigentlich gelungen. Es gibt da allerdings ein Stück, das ich furchtbar unpassend finde. Es kommt unter anderem dort zum Einsatz, wo die zweite Seite des Tapes beginnt und stellt eine Abwandlung von „TKKG - Die Profis in spe“ dar. Allerdings ist der Sound des Stückes reichlich albern und es hätte besser zu Comedy gepasst, als in diese Folge. Ansonsten geht die Musik aber in Ordnung. Die Neuauflage auf CD kommt komplett unverändert daher! Fazit Diese Umsetzung eines Taschenbuchs kommt relativ schwach daher. Hier kommt ganz einfach zu viel Negatives zusammen. Die völlig belanglose Story, die stellenweise schlecht in Szene gesetzten Sprecher (Regiefehler?) und das irgendwie lustig klingende Musikstück. Man ist zwar noch ein gutes Stück vom Prädikat „Flop“ entfernt, aber diese Folge fällt auf jeden Fall in die Kategorie „gekauft, gehört, vergessen“. TKKG-Fans stellen sich das Teil sowieso ins Regal, alle anderen investieren ihr Geld lieber in eine der 30er-Folgen. |