Story Bei dieser Folge frage ich mich immer wieder: Worum geht es denn nun eigentlich? Um den bitterbösen Ex-Mann von Elly Burkert, um die Mittagsräuber oder nun doch um die Rache des Bombenlegers? Irgendwie um alles gleichzeitig und somit letzten Endes quasi um Nichts. Leider. Alles steht natürlich irgendwie in Zusammenhang und hat mit dem anderen zu tun, aber vor lauter verschiedenen Handlungssträngen verliert die Geschichte doch irgendwann den roten Faden und rauscht einfach nur am Hörer vorbei. Man merkt überdeutlich, dass dies eine Folge der 20er-Ära ist, denn hier beginnen sich schon die oft kritisierten Macken der Serie einzuschleichen. Man ist zwar noch ein gutes Stück von dem zusammengewürfelten Unfug entfernt, der seit etwa der Folge 100 die Ohren erfreut, aber dennoch denke ich, dass es falsch ist, deshalb gleich die Geschichte als gut zu bezeichnen. Für meine Begriffe findet sich die Story im unteren durchschnittlichen Bereich wieder. Hier soll einfach zu viel passieren, was leider aber dazu führt, dass die Handlung uninteressant wird. Sprecher Die Geschichte mag an diversen Stellen ganz schön schwächeln, für die Sprecher gilt dies aber zum Glück nicht. Neben den Hauptsprechern sind hier Brigitte Kollecker (Elly Burkert), Willem Fricke (Adolf Burkert), Jörg Pleva (Angler) und Joachim Richert (Lehrer Neubert) zu hören und allesamt können in ihren Rollen überzeugen. Letzteres gilt bei dieser Folge auch ganz ohne Abstriche für die Sprecher der TKKG-Bande. Lediglich an einer Stelle wird mir Klößchen doch eine Spur zu arrogant gesprochen, was so gar nicht zu seinem sonstigen Charakter passen will. Dies ist allerdings nur eine Kleinigkeit und es fällt kaum ins Gewicht. Im Jahre 1982 wirkten die Sprecherleistungen eigentlich immer wirklich gut und auch das 21. Abenteuer der TKKG-Bande macht da keine Ausnahme. Musik und Effekte Man kann hier eine ähnliche Entwicklung erkennen, wie bei nahezu allen Folgen der Neuauflagen bisher. Durch die Verwendung von neueren Musikstücken werden die Folgen stets etwas düsterer, da die neuen Melodien eben nicht dieses fröhliche Flair der alten Bohnstücke vermitteln. Dennoch ist die Neuauflage deshalb nicht gleich schlechter, denn beide musikalischen Varianten haben durchaus ihren Reiz und erschaffen eine schöne Atmosphäre. Zu den Effekten gibt es nicht wirklich viel zu sagen, denn das war schon immer eine der Königsdisziplinen von EUROPA und auch hier zeigt man, dass man sich in diesem Bereich nicht so schnell was vormachen lässt. Die mehr als 20 Jahre Alter, hört man der Produktion jedenfalls nicht an. Fazit Was passiert, wenn man gute Sprecher im Studio hatte und auch die technische Seite einer Produktion überzeugen kann, aber die Geschichte den Hörer nicht wirklich in ihren Bann ziehen kann? Richtig, dann kommt dabei insgesamt ein Hörspiel raus, dass man zwar durchaus mal hören kann, bei dem man aber nicht wirklich das Bedürfnis zu regelmäßigem Konsum hat. Das Problem ist diesmal schlicht und ergreifend der Inhalt. Hier wird einfach der Versuch unternommen zu viele Ereignisse in eine Folge zu packen. Natürlich müssen alle was miteinander zu tun haben und das drückt im Endeffekt doch irgendwie auf die Spannung, da es keine klare Linie gibt. Schlecht ist die gebotene Vorstellung zwar nicht, aber mehr als durchschnittliche Unterhaltung wird hier für meinen Geschmack nicht geboten. |